"...mein Rezeptvorschlag für das ganze Jahr:"

aus einem Brief: J.W. von Goethes Mutter, 77jährig, am 28.8.1808 an Bettina Brentano

“…Ich lebe so wie mein Rezeptvorschlag für das ganze Jahr:

Man nehme
12 Monate,
putze sie ganz sauber von Bitterkeit, Geiz, Pedanterie und Angst
und zerlege jeden Monat in 30 oder 31 Teile,
so dass der Vorrat genau für ein Jahr reicht.
Es wird jeder Tag einzeln angerichtet
aus einem Teil Arbeit
und zwei Teilen Frohsinn und Humor.
Man füge drei gehäufte Esslöffel Optimismus hinzu,
einen Teelöffel Toleranz,
ein Körnchen Ironie
und eine Prise Takt.
Dann wird das Ganze sehr reichlich mit Liebe übergossen.
Das fertige Gericht schmücke man mit einem Sträußchen Aufmerksamkeiten
und serviere es täglich mit Heiterkeit.”

Nachdenkliches
  • Es heißt: Jeder ist seines Glückes Schmied. Nur, nicht jeder hat gelernt zu schmieden. Doch jeder kann das Schmieden lernen. Wer nicht lernt, hat schon verloren. Abschied von der Opferrolle! Das eigene Leben gemeinsam gestalten! (Verena Kast)
  • Wir haben nur dieses eine Leben. – Dieser Tag, diese Stunde kommt so nie wieder!
  • Es kommt nicht darauf an, dem Leben mehr Jahre, sondern den Jahren mehr Leben zu geben. (Alexis Carrel)
  • Die Zeit ist schlecht? Wohlan. Du bist da, sie besser zu machen. (Thomas Carlyle, 1795-1881)
  • Jeder kann wütend werden, das ist einfach. Aber wütend auf den Richtigen zu sein, im richtigen Maß, zur richtigen Zeit, zum richtigen Zweck und auf die richtige Art, das ist schwer. (Aristoteles)
  • Es ist der Geist, der sich den Körper baut. (Friedrich von Schiller)
  • Argwöhnisch wacht der Mensch über alles, was im gehört. Nur die Zeit lässt er sich stehlen, am meisten vom Fernsehen. (Linus Pauling)
  • “Solidarität ist die Zärtlichkeit der Völker.” Che Guevara
  • Federn lassen und dennoch schweben – das ist das Geheimnis des Lebens. (Hilde Domin)
  • Morgen
    weht der Wind
    von morgen.
    (Japanisches Haiqiu)
  • Wir wünschen Euch und Ihnen immer wieder ein Stück unverhofftes Glück, Liebe und Freude. Must see! Ode an die Freude und Halleluja
Nelson Mandela

Nelson Mandela in seiner Antrittsrede als Südafrikanischer Präsident: Unsere tiefgreifendste Angst ist nicht, dass wir ungenügend sind. Unsere tiefste Angst ist, über das Messbare hinaus kraftvoll zu sein. Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, das uns erschreckt. Wir fragen uns, wer bin ich, mich brillant, großartig, talentiert, phantastisch zu nennen? Aber wer bist Du, Dich nicht so zu nennen? Du bist ein Kind Gottes. Dich selbst klein zu halten, dient nicht der Welt. Es ist nichts Erleuchtendes daran, sich so klein zu machen, dass andere um Dich herum sich nicht sicher fühlen. Wir sind alle bestimmt, zu leuchten, wie es die Kinder tun. Wir sind geboren worden, um den Glanz Gottes, der in uns ist, zu manifestieren. Und wenn wir unser eigenes Licht erscheinen lassen, geben wir unbewusst anderen Menschen die Erlaubnis dasselbe zu tun. Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit sind, befreit unsere Gegenwart automatisch andere.

Tröstliches

Von guten Mächten
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Dietrich Bonhoeffer

Von guten Mächten treu und still umgeben,
behütet und getröstet wunderbar,
so will ich diese Tage mit euch leben
und mit euch gehen in ein neues Jahr.

Noch will das alte unsre Herzen quälen,
noch drückt uns böser Tage schwere Last,
ach, Herr, gib unsern aufgescheuchten Seelen
das Heil, für das Du uns bereitet hast.

Und reichst Du uns den schweren Kelch, den bittern
des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand,
so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern
aus Deiner guten und geliebten Hand.

Doch willst Du uns noch einmal Freude schenken
an dieser Welt und ihrer Sonne Glanz,
dann wolln wir des Vergangenen gedenken,
und dann gehört Dir unser Leben ganz.

Laß warm und still die Kerzen heute flammen,
die Du in unsre Dunkelheit gebracht,
führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen.
Wir wissen es, Dein Licht scheint in der Nacht.

Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet,
so laß uns hören jenen vollen Klang
der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet,
all Deiner Kinder hohen Lobgesang.

Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist mit uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiß an jedem neuen Tag.

So kann Beziehung gelingen

Von Dr. Thomas Gordon, ein

Credo

für meine Beziehungen zum Anderen:

Du und ich, wir stehen in einer Beziehung zueinander, die mir wichtig ist, und ich möchte, dass sie auch für dich wichtig ist.

Wir sind beide unabhängige Menschen mit eigenen Bedürfnissen. Du hast das Recht, deine Bedürfnisse zu befriedigen, und ich habe das gleiche Recht. Wir haben das Recht auf eigene Wertvorstellungen und Ansichten. Ich werde deine Rechte respektieren, und ich möchte, dass auch du die meinen achtest.

Wenn ich durch dein Handeln daran gehindert werde, für meine Bedürfnisse zu sorgen, werde ich es dir sagen, so dass du es ändern kannst, wenn es dir möglich ist. Ich möchte, dass auch du mir sagst, wenn dich mein Verhalten stört. Ich werde dir zuhören und mein Verhalten ändern, wenn ich kann.

Wenn wir unser Verhalten nicht ändern können, dann wollen wir unseren Konflikt erkennen und ihn zusammen lösen. Dabei möchte ich nicht verlieren, während du gewinnst, aber ich möchte auch nicht gewinnen, wenn du dabei verlierst. Ich möchte, dass wir Lösungen finden, die für uns beide annehmbar sind, so dass wir beide gewinnen und zufrieden sind.

Indem wir dieses Credo befolgen, werden wir für uns selbst und füreinander mehr Zuneigung und Achtung empfinden, und unsere Beziehung wird sich vertiefen.

Vom Wasser

Lao Tse

Vom Wasser

aus dem Tao Te King

Nichts in der Welt
Ist nachgiebiger und weicher als Wasser.
Doch nichts ist besser,
um Hartes und Starkes zu überwinden.

Dank dem was es nicht ist, gelingt es ihm leicht.

Das Weiche überwindet das Harte.
Das Schwache überwindet das Starke.
Obwohl jeder es weiß,
Handelt keiner danach.

Lebe!

(Manchmal, insbesondere auch für junge Menschen lohnt es sich, das Leben vom anderen Ende her zu betrachten.)

Lebe, wie du, wenn du stirbst, wünschen wirst, gelebt zu haben.
(Christian Fürchtegott Gellert, 1715-1769)

Marcus Aurelius

Allgemein gilt: Das was wir fühlen unterliegt nicht unserem Willen. Doch auf das, was wir denken und tun, können wir schon Einfluß nehmen. Schon der römische “Philosophen” Kaiser Marcus Aurelius sagte:

Zitat des römischen Kaisers Marcus Aurelius (121-180 n.Chr.):

“Auf die Dauer der Zeit nimmt die Seele die Farbe der Gedanken an.”

und

“Das Glück deines Lebens hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken ab.”